Schwangere Frau sitzend mit Ultraschallfoto Bildausschnitt

Geburts-vorbereitung: Praktische Tipps

Geburtsvorbereitung: Das Baby kann kommen!

Viele aufregende Monate der Schwangerschaft liegen hinter dir und bald ist es soweit. Du wirst dein Baby zum ersten Mal in den Armen halten. Wahrscheinlich stehen Kinderzimmer und die ersten Kleidungsstücke schon bereit - jetzt musst du dich nur noch ein wenig gedulden. Einige Tipps, wie du dich auf die Geburt vorbereiten kannst, haben wir hier für dich zusammengestellt.

So kannst du dich auf die Geburt vorbereiten

Schwangere Frau befestigt Mobile an Babybett

Nervosität vor der anstehenden Geburt ist ganz normal! Jede werdende Mama macht sich natürlich ihre Gedanken: Wird alles gutgehen? Was erwartet mich? Und wie erkenne ich überhaupt, dass es losgeht?

Mach dir keine Sorgen, alles wird gut! Tatsächlich gibt es aber das ein oder andere, das du tun kannst, um dich vorzubereiten:

  • Ruhe und Entspannung: Besonders in den letzten Tagen und Wochen deiner Schwangerschaft solltest du dir Zeit für dich nehmen. Einfach mal die Beine hochlegen, ein Mittagsschläfchen einschieben oder eine Runde Meditieren - erlaubt ist, was dich entspannt.
  • Sport: Je fitter du bist, desto einfacher fällt dir eventuell die Geburt. Klar, sportliche Höchstleistungen sind im letzten Trimester nicht angesagt. Leichte sportliche Betätigungen, wie Yoga, Schwimmen oder ein Spaziergang sind jetzt ideal.
  • Ernährung: Wenn du dich gesund und ausgewogen ernährst, wirst du mehr Energie haben, besser schlafen und nebenbei bereitest du damit auch deinen Körper aufs Stillen vor. Wie genau eine gesunde und ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft aussieht, erfährst du hier.
  • Kliniktasche: Deine Tasche für die Klinik kannst du bereits frühzeitig packen. Sobald die Wehen bei dir einsetzen, reicht ein schneller Griff und du bist bereit für die Fahrt ins Krankenhaus. Was alles hinein gehört, haben wir dir hier zusammengestellt.
  • Zuhause einrichten: Je mehr du vor der Geburt schon zuhause vorbereitest, desto mehr Zeit hast du später für dein Baby und dich. Also nutze die Zeit, um Kinderzimmer, Wickeltisch und Co. ganz in Ruhe einzurichten.
  • Vorkochen: Koche am besten jetzt schon ein paar Gerichte vor und friere sie ein - so kannst du dein Lieblingsessen ohne großen Aufwand genießen. Noch ein Tipp: Falls du dein Baby stillen solltest, denke jetzt schon an die entsprechende Ernährung. Tipps zur gesunden Ernährung nach der Geburt findest du hier.

Weitere Tipps bei Nervosität in der Schwangerschaft haben wir dir außerdem hier zusammengestellt.

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Die Geburt: Woher weiß ich, wann es losgeht?

"Du wirst es schon merken, wenn es soweit ist" - dieser Rat lässt viele werdende Mamas ziemlich ratlos zurück. Damit du erkennen kannst, wann es mit der Geburt losgeht, ist es wichtig, etwas mehr über Wehen zu wissen.

  • Bei einer Wehe kommt es in der Gebärmutter zu Muskelkontraktionen, d.h. die Muskulatur der Gebärmutter zieht sich zusammen.
  • Erste Wehen, die sogenannten Übungswehen, hast du vielleicht schon früh in deiner Schwangerschaft bemerkt. Zwischen der 20. und 25. Schwangerschaftswoche zieht sich die Gebärmutter für etwa 30 bis 60 Sekunden zusammen und dein Bauch wird hart.
  • Ab der 36. Schwangerschaftswoche merkst du wahrscheinlich ein heftiges Ziehen im Unterleib sowie Schmerzen im Rücken und in der Leiste. Außerdem drückt dein Baby heftig auf die Blase und dein Bauch wird hart. Das sind die Vorwehen. Sie helfen deinem Körper dabei, sich auf die Geburt vorzubereiten.
  • Die Vorwehen gehen häufig in die schmerzhafteren Senkwehen über. Sie treten am Ende der Schwangerschaft auf und bringen dein Baby in die endgültige Position für die Geburt. Bei den Senkwehen wird der Kopf weiter nach unten ins Becken gedrückt.
  • Die Eröffnungswehen zeigen schließlich den Beginn der Geburt an. Sie kommen am Anfang eher unregelmäßig alle 20 bis 30 Minuten, dann ungefähr alle 10 Minuten und schließlich in immer kürzeren Intervallen. Du erkennst sie daran, dass sie etwa 90 Sekunden dauern, erst leicht beginnen, sich dann steigern, um dann wieder abzuflauen. Natürlich kannst du jetzt deine Hebamme anrufen. Ins Krankenhaus musst du dann aber nicht sofort, es sei denn, du fühlst dich nicht gut, hast Schmerzen oder deine Fruchtblase ist bereits geplatzt. Kommen die Wehen in regelmäßigen Abständen von 10 Minuten, ist es Zeit, dass du dich ins Krankenhaus fahren lässt.
  • Setzen die Presswehen ein, wirst du dem Drang zu schieben, nicht mehr widerstehen können. Sie drücken dein Baby durch die engste Stelle des Geburtskanals - ist das geschafft, wirst du nur wenige Presswehen später dein Baby in den Armen halten.Hier solltest du dann idealerweise schon in der Klinik sein.

Was tun, wenn sich Baby Zeit lässt?

In den letzten Tagen ist Geduld gefragt, besonders, wenn der errechnete Geburtstermin schon vorbei ist. Wenn du nicht mehr warten möchtest oder dir unsicher bist, dann sprich am besten mit deiner Hebamme oder deinem Arzt/deiner Ärztin. Wehen lassen sich aber auch ganz natürlich fördern:

  • Kurze Spaziergänge können den Geburtsvorgang ankurbeln und dir dabei helfen, dein Baby in die richtige Geburtsposition zu bringen.
  • Setze dich auf einen Gymnastikball und bewege dich leicht, auch das kann wehenfördernd wirken.
  • Sanfter Sex und Orgasmen schütten das Hormon Oxytocin aus, das Wehen auslöst.
  • Eine sanfte Brustwarzen-Massage kann ebenfalls die Wehen einleiten, da auch hier das Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet wird.
  • Scharfes Essen kann den Geburtsvorgang beschleunigen, da das Verdauungssystem eng mit dem Nervensystem verbunden ist und dieses durch Schärfe angefeuert wird.
  • Ein warmes Bad kann ebenfalls wehenfördernd wirken.
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