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Gutes Zeichen für ein kleines Wunder

Schwangerschaftsübelkeit: Da bahnt sich was an!

Ein leichter Geruch und schon dreht sich dir der Magen um? Oder begleitet dich ein flaues Bauchgefühl durch den Tag? Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch – du bist (wahrscheinlich) schwanger! Morgendliche Übelkeit und das Ausbleiben der Regel sind Zeichen, dass sich Nachwuchs ankündigt. Über 80 Prozent aller werdenden Mamas leiden zu Beginn der Schwangerschaft unter Übelkeit und Erbrechen. Aber warum eigentlich?

Übelkeit & Erbrechen in der Schwangerschaft - mein Körper und ich

Eine Schwangerschaft setzt in deinem Körper einiges in Gang: Deine Hormone geraten jetzt ganz schön durcheinander, besonders die Hormone Östrogen und Beta-HCG werden in großen Mengen produziert. Das führt häufig dazu, dass du Gerüche stärker wahrnimmst und dich müde und abgeschlagen fühlst. Aber auch dein Blutzuckerspiegel kommt ziemlich ins Schwanken. Diese Kombination ist manchmal einfach zu viel für deinen Magen, du fühlst dich hundeelend und dir ist übel.

Aber Schwangerschaftsübelkeit ist ganz normal. Zwischen der 5. und 14. Woche tritt sie bei 80 Prozent aller Schwangeren auf – bei der Hälfte sogar mit Erbrechen. Um dein Baby brauchst du dich aber nicht zu sorgen. Denn die Übelkeit zeigt, dass sich die Schwangerschaft gesund entwickelt. Ein weiterer Vorteil: Dein Körper schützt dich und dein Baby so vor giftigen Stoffen. Ganz instinktiv vermeidest du Lebensmittel, die für den Embryo schädlich sein könnten. Ziemlich clever von der Natur, oder?

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Ist Schwangerschaftsübelkeit bei jeder Schwangeren gleich?

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Leider nein. Denn Übelkeit und Erbrechen treten während der Schwangerschaft ganz individuell auf und können auch von Schwangerschaft zu Schwangerschaft variieren. Manche werdenden Mamas verspüren nur ein flaues Gefühl im Magen. Andere leiden über Tage und Wochen unter starker Übelkeit mit Erbrechen. Dass die Übelkeit nur am Morgen auftritt, ist übrigens ein Gerücht - genauso gut kann sie tagsüber und abends vorkommen.

Besonders häufig von Schwangerschaftsübelkeit betroffen sind Frauen, die bereits vorher unter Migräne mit Übelkeit und Erbrechen litten, schnell seekrank werden oder sehr geruchsempfindlich sind. Aber auch Mehrlingsschwangerschaften oder frühere Schwangerschaften mit Übelkeit und Erbrechen können Schwangerschaftsübelkeit begünstigen.

Was macht die Übelkeit mit meinem Baby?

Keine Sorge: Auch wenn dein Leben gerade ziemlich Kopf steht - deinem Baby geht es gut. Denn dein Körper greift in den ersten Monaten auf seine Nährstoffreserven zurück. Und auch wenn du gerade einfach nichts runterbekommst, wird dein Kind weiterhin gut versorgt. Achte nur darauf, dass du dich möglichst gesund und ausgewogen ernährst.

Solltest du dich jedoch mehrfach täglich übergeben müssen, überhaupt nichts essen oder trinken können oder sogar an Gewicht verlieren, ist es höchste Zeit zu deinem Arzt/deiner Ärztin zu gehen. Denn dann kann es sein, dass dein Körper durch die Schwangerschaftsübelkeit dehydriert und nicht genügend Nährstoffe bekommt. Dein Arzt/deine Ärztin wird dich entsprechend beraten.

Gibt es ein Mittel gegen Schwangerschaftsübelkeit?

So individuell wie Schwangerschaftsübelkeit, sind auch die Möglichkeiten der Linderung. Du wirst schnell herausfinden, was du verträgst und was dir gegen die Übelkeit und das Erbrechen hilft. Einige Tipps haben wir hier zusammengestellt:

Bei Morgenübelkeit kann es helfen, direkt nach dem Aufwachen im Bett ein paar Bissen Knäckebrot oder trockene Kekse zu essen. Bleibe danach noch für circa 20 bis 30 Minuten liegen.

Um deinem Körper die Nahrungsaufnahme zu erleichtern, solltest du kleine Mahlzeiten, dafür aber häufiger am Tag, zu dir nehmen. Denn ein leerer Magen verhindert die Übelkeit nicht, deshalb lieber ein paar Bissen Kekse oder Zwieback essen. Auch Joghurt kann dir helfen – denn er enthält viel Vitamin B.

Ein absoluter Geheimtipp vieler werdender Mamas, die unter Schwangerschaftsübelkeit leiden, ist Ingwer. Ob kandiert oder als Tee - er hilft, deinen Magen zu beruhigen. Auch der Geruch einer aufgeschnittenen Zitrone oder eine Zitronenscheibe im Tee oder Wasser können die Übelkeit lindern.

Süßes, fettes oder stark gewürztes Essen mag dein Magen wahrscheinlich gerade nicht. Auch Koffein und Kohlensäure können die Übelkeit verstärken. Höre am besten auf deinen Körper, er wird dir sagen, was er braucht.

Gerade wenn du dich häufig erbrichst, ist es wichtig, dass du schnell wieder Flüssigkeit aufnimmst. Gut sind Wasser, Tee und Fruchtsäfte. Versuche es immer mal zwischendurch oder lutsche Eiswürfel, z.B. aus Kräutertee oder Fruchtsäften.

Zum Schluss noch das Wichtigste: Du brauchst jetzt Ruhe und Entspannung. Denn Schwangerschaftsübelkeit ist nicht nur ein Wehwehchen, sondern kann deine Lebensqualität erheblich einschränken. Schlaf und Ruhepausen sowie viel frische Luft solltest du dir deshalb jetzt gönnen. Suche dir Hilfe bei der Hausarbeit und Kinderbetreuung und sprich mit deinem Arzt/deiner Ärztin über eine Krankschreibung, wenn du aufgrund der Schwangerschaftsübelkeit nicht arbeiten kannst.

Wie lange hält die Schwangerschaftsübelkeit an?

Bei den meisten werdenden Mamas bessern sich Übelkeit und Erbrechen etwa ab Woche 14. Jedoch ist Schwangerschaftsübelkeit genauso individuell wie die Schwangerschaft selbst. Während manche Frauen überhaupt nicht betroffen sind, leiden andere bis zur Geburt darunter. Aber keine Sorge – das ist sehr selten und dein Arzt/deine Ärztin kann dich dazu beraten.

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Du hast noch Fragen zu Schwangerschaftsübelkeit?

Kein Problem! Unsere Milupa Mama & Co Beratung ist jederzeit mit hilfreichen Tipps für dich da - du erreichst uns unter 0800 737 5000.