Üben, aufs Töpfchen zu gehen | Milupa

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Mama, ich muss mal!

Das Töpfchentraining

Wenn man das erste Mal ans Töpfchentraining denkt, hört sich das Ganze irgendwie ein wenig kompliziert und gleichzeitig auch chaotisch an. Es ist jedoch eine aufregende Phase in der persönlichen Entwicklung Ihres Kleinkinds und kann auch erstaunlich problemlos ablaufen. Manche Kinder sind schon rund um den zweiten Geburtstag so weit, andere brauchten deutlich länger. Geben Sie Ihrem Kind die Zeit, die es braucht – irgendwann erreichen Sie bestimmt das gemeinsame Ziel: Endlich keine Windeln mehr!

Aufs Töpfchen zu gehen, ist für Ihren Schatz ein riesiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Es ist ein Meilenstein der sozialen Entwicklung und der Selbstwahrnehmung - und wenn es zur richtigen Zeit passiert, gibt es auch keine emotionale Achterbahnfahrt für Eltern oder Kind.

Ist Ihr Kleinkind bereit für das Töpfchentraining?

Es gibt kein richtiges oder falsches Alter für das Töpfchentraining. Ihr Kleines muss einfach bereit sein. An diesen Zeichen können Sie erkennen, wann es soweit ist:

  • Gute Koordinationsfähigkeit, wie z. B. das Hoch- und Runterziehen der Kleidung oder das Sitzen am richtigen Ort zur richtigen Zeit.
  • Wenn Ihr Kleinkind Ihnen mitteilen kann, dass es muss, deutet dies auf ein wachsendes Körperbewusstsein hin.
  • Ein weiteres gutes Zeichen ist das Interesse für die Toilette und daran, was passiert, wenn Mama und Papa darauf sitzen.
  • Das Töpfchentraining funktioniert dann am besten, wenn Ihr Kleinkind bereits leichten Anweisungen folgen kann.

So geht´s richtig

Integrieren Sie den Gang aufs Töpfchen oder die Toilette in den Alltag Ihres Kleinkindes und helfen Sie ihm so, sich daran zu gewöhnen. Das Wochenende ist meistens ein guter Zeitpunkt um mit dem Training zu starten, denn dann kommen Arbeit und andere Verpflichtungen nicht dazwischen. Auch die Sommerzeit ist ideal, da Ihr Kleines bei warmem Wetter weniger anhat. Das Körpergefühl ist dann noch besser und ein dünnes Höschen ist auch viel schneller ausgezogen als ein dicker Schneeanzug.

Ermutigen Sie Ihr Kleinkind aufs Töpfchen zu gehen, wenn es aufwacht, nachdem es gefrühstückt hat, vor und nach dem Mittagessen und bevor es zu Bett geht. Nach einer Zeit wird Ihr Kind selbst danach fragen, oder sogar eigenständig aufs Töpfchen gehen.

Mama und Kleinkind | Milupa

Tschüß, Windeln!

Es hört sich nach einem großen Sprung an, aber wenn Sie mit dem Töpfchentraining begonnen haben, sollten Sie am Tag ganz auf Windeln verzichten. Denn wenn Sie trotzdem hin und wieder auf Windeln setzen, kann es sein, dass Sie Ihr Kleinkind verwirren und es dauert etwas länger bis Ihr Kleines trocken ist.

Wenn jemand auf Ihr Kleinkind aufpasst, sollte er ebenfalls ins Töpfchentraining eingeweiht werden. Sichern Sie sich kurz ab, ob der- oder diejenige mit Ihren Methoden einverstanden ist und sich daran hält, damit Ihr Kind auch genau weiß, was es zu tun hat.

Wie lange dauert das Töpfchentraining?

Manche Kinder gehen sofort aufs Töpfchen, bei anderen dauert es ein paar Wochen oder Monate. Einige sind schon vor Ihrem zweiten Geburtstag bereit, einige erst danach. Egal wie lange Ihr Kind auch braucht - geben Sie Ihm die Zeit, die es braucht und berücksichtigen Sie auch die unterschiedliche Entwicklung von Mädchen und Jungs.

Töpfchentraining für Jungs

Es ist ein tolles Gefühl, wenn Ihr kleiner Junge zum ersten Mal richtig aufs Töpfchen geht und unglaublich, wie aufgeregt er ist, wenn er das erste Mal etwas in seinem Töpfchen sieht! Ihr kleiner Mann wird ohne Windeln viel mehr Freiheit haben und er wird mit Sicherheit sehr stolz auf seine erste richtige Unterhose sein.

Diese Anzeichen sind typisch dafür, dass Ihr Sohn bereit ist:

  • Er macht mehr Pipi in einem Mal als gewöhnlich
  • Sein Stuhl hat eine gute Form und ist regelmäßig
  • Er ist für mindestens zwei Stunden oder während des Mittagsschläfchens trocken
  • Er trägt ungern nasse oder volle Windeln

Wenn Sie Ihren kleinen Jungen ans Töpfchen gewöhnen, kann es helfen, einen besonderen Ort daraus zu machen. Schreiben Sie doch einfach seinen Namen aufs Töpfchen oder lassen sie es von ihm mit Stickern dekorieren. Sie könnten ihn auch seine ersten eigenen Unterhosen aussuchen lassen, um ihm das Gefühl zu geben, dass er jetzt wirklich groß geworden ist.

Es ist auf jeden Fall eine gute Idee, Ihrem Kind zu zeigen, wie man richtig aufs Töpfchen geht. Auch wenn viele Jungs irgendwann beim Pipi machen stehen, setzen sie sich anfangs immer hin. Wenn Ihr Kind gerade gut gelaunt ist, ziehen Sie ihm die Windel aus und lassen Sie es solange auf dem Töpfchen sitzen, wie es möchte. Manche Mamas finden, dass das Vorlesen einer Geschichte beim ersten Gang aufs Töpfchen hilft. Wenn ihr Junge das erste mal ins Töpfchen gemacht hat, zeigen Sie Ihre Begeisterung! Das wird ihn bestätigen und hilft ihm es wieder zu tun. Viele Mamas geben Ihrem Kind auch eine kleine Belohnung, sozusagen als Extra-Anreiz.

Töpfchentraining für Mädchen

Mädchen sind in der Regel drei Monate früher bereit fürs Töpfchentraining als Jungs. Das heißt früher "Tschüss, schmutzige Windel" und "Hallo, saubere Unterhose" - ideal ist oft das Jahr zwischen dem 2. und 3. Geburtstag Ihres kleinen Mädchens. Bei den Mädchen liegt das Erfolgsgeheimnis oft im richtigen Zeitpunkt: Wenn Ihre Kleine also gerade in einer strampelnden Nein-Phase ist, warten Sie mit dem Töpfchentraining solange, bis sie vorbei ist. Wählen Sie einen ruhigen Zeitpunkt, damit das Training ganz entspannt stattfinden kann. Wenn sie gerade in den Kindergarten geht oder ein kleines Geschwisterchen hat, mit dem es spielen möchte, ist sie mit Sicherheit schnell abgelenkt.

Hier ein paar typische Anzeichen dafür, dass Ihr Mädchen bereit ist:

  • Sie kann Ihre Blase kontrollieren
  • Sie kennt den Unterschied zwischen Pipi und einem großen Geschäft und kann beide benennen
  • Sie hüpft von einem Fuß auf den anderen und hält Ihre Hand zwischen die Beine

Wenn Sie den richtigen Zeitpunkt fürs Töpfchentraining gefunden haben, werden Sie das Töpfchen mit Sicherheit einfacher finden, als die Toilette, denn das können Sie einfach überall mit hin mitnehmen. Auch wenn es sich zunächst etwas komisch anhört, aber versuchen Sie die Toiletten-Zeit mit Spaß zu verbinden – z. B. mit einem lustigen Buch oder Spielzeug. Wenn Ihr Mädchen keine Lust aufs Töfpchen hat, versuchen Sie es einfach später noch einmal.

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