Babys Bäuchlein | Milupa

Susanne und Emily – unzertrennlich seit 471 Tagen

Weinen, schreien, kreischen – So hilfst Du jetzt

Hat mein Baby eine 3-Monats-Kolik?

Viele Babys schreien in den ersten drei Lebensmonaten vermehrt. Viele Eindrücke stürmen jetzt auf Baby ein, in seinem Körper passiert eine Menge und das Verdauungssystem ist noch nicht ganz ausgereift. Manch ein Baby leidet sehr darunter und weil es sich noch nicht anders ausdrücken kann, weint es eben vermehrt. Vielen frisch gebackenen Eltern fällt es noch schwer, den Unterschied zwischen einem „normalen“ und einem extremen Schreien zu erkennen. Das normale Schreien kann heißen: „Ich habe Hunger“, „Meine Windel ist voll“, „Ich bin müde“, „Mir ist langweilig“, „Mir ist warm/kalt“ … mit der Zeit lernen Mamas und Papas, ihr Baby zu verstehen. Das extreme Weinen passiert jedoch, obwohl Baby genug getrunken hat, eine frische Windel und bequeme Kleidung trägt. Es klingt nach höchster Not und ist typisch für eine 3-Monats-Kolik. Der Name kommt daher, dass betroffene Babys alle Anzeichen starker Bauchschmerzen zeigen – viel aufstoßen, die Beine anwinkeln, Winde lassen und sich beruhigen, wenn man ihr Bäuchlein verwöhnt. Erfahre hier, wie Du erkennst, ob Dein Baby tatsächlich an 3-Monats-Koliken leidet und auch, was Du dagegen tun kannst.

Wenn Babys Schreien zur Geduldsprobe wird

Starke Reizbarkeit und untröstliches Weinen – und das für mindestens drei Stunden pro Tag, an mindestens drei Tagen die Woche, mindestens drei Wochen am Stück. Viele Kinderärzte verwenden diese Faustregel, um bei einem Baby eine 3-Monats-Kolik zu diagnostizieren. Doch nicht nur intensives Schreien ist typisch dafür: Viele Babys bekommen ein knallrotes Köpfchen, ziehen die Beine hoch, im Bauch sind Gluckern und Gurgeln zu hören und die Kinder pupsen viel. All diese Symptome treten am häufigsten am späten Nachmittag und Abend auf. Koliken sind meist in den ersten Wochen am schlimmsten, doch keine Sorge, im Alter von 4 bis 5 Monaten wird es meistens deutlich besser.

Mama und Papa sind damit nicht allein

Obwohl etwa 20 Prozent aller Babys unter drei Monaten von 3-Monats-Koliken betroffen sind, sind die genauen Ursachen noch unklar. Ärzte, Hebammen und Eltern betonen, dass oft mehrere Faktoren zusammenkommen und jedes Schreikind seine eigene Geschichte hat. Sprüche wie „Das Baby muss man schreien lassen, das kräftigt die Lungen“ oder „Bloß nicht kümmern, das Baby wird sonst verwöhnt“ sind übrigens überholt.

Mögliche Gründe für eine 3-Monats-Kolik

  • Babys Bäuchlein ist noch unreif und muss sich erst entwickeln, deshalb ist es anfälliger für Beschwerden
  • Baby ist sehr sensibel, sein Nervensystem reagiert empfindlich auf äußere Reize und ist deshalb überfordert
  • Beim Füttern ist Baby sehr gierig und schluckt deshalb große Mengen Luft
  • Baby hat eine Kuhmilcheiweißallergie, Laktose-Intoleranz oder unausgeglichene Darmflora
  • Anspannung, Unruhe und Angst übertragen sich von der Mama oder beiden Elternteilen aufs Baby

Was hilft bei 3-Monats-Koliken?

Ist Dein kleiner Schatz von einer 3-Monats-Kolik betroffen, gibt es einige Dinge, die Du tun kannst. Dein Kinderarzt sollte abklären, ob eine Unverträglichkeit, Allergie oder eine andere Erkrankung hinter dem verzweifelten Weinen steckt. Ist alles in Ordnung, finde Deinen Weg, mit der herausfordernden Zeit gut umzugehen. Deinem Baby helfen womöglich Tragen, Kuscheln, Stillen, Spazierenfahren und Wiegen, ruhiger zu werden. Bestimmte Rituale und Routinen, z.B. ein immer ähnlicher Tagesablauf, oder sanfte Massagen, wirken ebenfalls entspannend. Falls Du stillst, versuche, ob der Verzicht auf Kaffee oder bestimmte Lebensmittel wie Zwiebeln Dein Baby entlastet.

Zwei wichtige Tipps für Dich und Babys Papa:

  1. Spielt Detektive. Findet heraus, was Eurem Baby jetzt guttut. Trinkt es aus Fläschchen und ist gierig dabei, könnt Ihr spezielle Anti-Kolik-Fläschchen ausprobieren, mit denen Baby weniger Luft schluckt. Mag es die Bäuchleinmassage – im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel herum – können spezielle Salben und Öle das Bäuchlein beruhigen. Versucht es mit dem Fliegergriff: Legt Baby mit dem Bäuchlein nach unten auf Mamas oder Papas Unterarm. Haltet es sicher und sanft, stützt das Köpfchen, bewegt Euch. Singt Eurem Baby etwas vor. Fragt Kinderarzt, Hebamme und erfahrene Mamas, sie haben oft praxiserprobte Tipps. In vielen Städten gibt es auch eine sogenannte Schreiambulanz, wo erschöpfte Eltern von Babys mit 3-Monats-Koliken Rat und Hilfe bekommen.
  2. Tut Euch ganz viel Gutes. Ihr macht Euch Sorgen und seid so müde. Holt Euch alle Unterstützung und Entlastung, die Ihr bekommen könnt! Schlaft, wann immer Ihr könnt, auch tagsüber. Delegiert den Haushalt oder lasst vorübergehend einiges liegen. Wenn Gäste kommen, bittet sie, Kuchen selbst mitzubringen. Wenn Nachbarn Euch mit dummen Sprüchen nerven, schaltet auf Durchzug. Das geht vorüber! Ihr habt ein tolles Baby, und wenn ihr ihm jetzt all Eure Liebe und Geduld schenkt, wird es bald glücklich und zufrieden sein.   

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