Mutter mit Baby auf Arm tröstet

Gääähn! Vom Überleben mit wenig Schlaf

Schlafmangel bei Eltern - kein bisschen selten und gut zu überstehen

Schlafendes Baby auf Mamas Schulter

In all den schlauen Büchern steht, dass Neugeborene täglich 16 bis 18 Stunden schlafen. Aber viele Eltern merken bald: Es gibt da Ausnahmen. Tatsächlich kommen manche Babys von Anfang an mit 12 Stunden Schlaf oder noch weniger aus. Auch gibt es Babys, die immer dann besonders munter werden, wenn Mama und Papa im Land der Träume weilen wollen. Lies hier über die Besonderheiten des Babyschlafs und Strategien, die schon vielen Eltern geholfen haben, Schlafmangel lockerer zu nehmen.

Babyschlaf ist einfach anders

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Das tiefe, dauerhafte Schlummern ist eigentlich im Babyalter gar nicht vorgesehen. Für Neugeborene ist es wichtig, alle paar Stunden zu trinken. Sie benötigen immer wieder ihre Milch, um mit den Nährstoffen versorgt zu werden, die sie jetzt brauchen. Doch während das eine Kind nach wenigen Wochen schon acht Stunden am Stück dösen kann, braucht das andere alle drei Stunden Nahrung und Nähe. Das ist einfach Veranlagungssache!

Mit 6 Monaten können die meisten Babys durchschlafen. Durchschlafen bedeutet für Kinderärzte/Kinderärztinnen und Hebammen übrigens, dass sechs Stunden Nachtruhe am Stück möglich sind. Wenn diese Stunden zwischen 21 und 3 Uhr liegen, wirst du also trotzdem noch geweckt werden.

Immerhin: Im Alter von 6 Wochen kannst du damit beginnen, eine Routine für dein Kleines einzuführen, die ihm dabei hilft, seinen Rhythmus zu finden und besser zu schlafen. Allgemein ist es prima, wenn dein Baby merkt, dass es tagsüber viel Spannendes zu entdecken gibt und dass die Welt nachts eher langweilig ist. Darum lege das Singen, Spielen und Spazierengehen in die hellen Stunden und halte Licht und Tonkulisse in der Nacht gedämpft. So passt sich dein Baby Stück für Stück eurem Tag-Nacht-Rhythmus an.

Was dir Stärke schenkt: Geduld und Delegieren

Wenn du ein Baby hast, das wenig und – aus deiner Sicht – zur falschen Zeit schläft, können dir die folgenden Fakten vielleicht ein wenig Gelassenheit schenken:

  • Das Schlafmuster des Menschen ändert sich ein Leben lang. Gut möglich, dass dein Kind bald mit Vergnügen ausschläft.
  • So schlecht sich Schlafmangel anfühlt: Körper und Geist erholen sich schnell davon. Einige 8-Stunden-Nächte am Stück genügen, und du wirst dich wieder deutlich konzentrationsfähiger, frischer und fitter fühlen.
  • Ein Nickerchen, neudeutsch Powernap genannt, kann dich zwischendurch erfrischen. Wann immer du die Möglichkeit hast, lege dich 20 bis 30 Minuten hin, atme ruhig und lasse zu, dass du wegdöst.

Denke daran, Superwoman ist eine Erfindung aus Hollywood. Und das Wochenbett hat seinen Namen nicht ohne Grund. In den ersten Monaten nach der Geburt deines Kindes regenerierst du dich. Das geht schneller, wenn du dich regelmäßig ausruhen darfst. Bitte also deinen Partner und die stolzen Großeltern um Babysitting und Hilfe im Haushalt. Scheue dich auch nicht, Unterstützung von Nachbarn anzunehmen. Vielleicht nehmen sie ja einen Korb Wäsche mit, bringen eine vorgekochte Mahlzeit vorbei oder erledigen deine Einkäufe mit. Wenn du gar niemanden hast, der dich unterstützen kann und am Ende deiner Kräfte bist, bitte deinen Arzt/deine Ärztin, dir vorübergehend eine Haushaltshilfe zu verschreiben. So kannst du dich ganz deinem Baby widmen und bei Bedarf gemeinsam mit ihm ins Schlummerland reisen.

Gähnendes Baby auf Arm von Oma

So vieles kann warten ... dein Baby nicht

Eltern von Wenigschläfern tun gut daran, einige Pläne ein wenig nach hinten zu verschieben. Die Riesenparty zur Taufe, das Sportprogramm, den Garten neu anlegen ... all das kann warten. Vergleich dich bitte nicht mit Frauen, deren Babys viel schlafen und die (nur) scheinbar mehr leisten als du. Dein Baby hat viel mehr davon, wenn du ihm jetzt gelassen und liebevoll zur Seite stehst, als wenn du 1000 Dinge erledigst und hinterher todmüde bist. Ein paar Tipps, die die durch die müdesten Monate helfen können, haben wir hier für dich zusammengestellt:

  • Wechsele Dich an den Wochenenden mit deinem Partner beim Baby-Frühdienst ab – so kommt jeder von euch an einem Tag in den Genuss des Ausschlafens.
  • Damit dein Schlafrhythmus nachts nicht zu sehr gestört wird, stille dein Baby im abgedunkelten Schlafzimmer. Besonders praktisch ist dafür ein sogenanntes Beistellbettchen für dein Baby direkt an deinem Bett. So bleibt die Störung eurer Nachtruhe minimal.
  • Kannst du nach dem Stillen oder Füttern nicht mehr einschlafen, versuch es mit ruhigem, tiefem Atmen, wie du es aus dem Geburtsvorbereitungskurs kennst. Auch Progressive Muskelentspannung nach Jacobson kann dir helfen, viele Krankenkassen bezuschussen Kurse.
  • Wenn du tagsüber gemeinsam mit deinem Baby viel Zeit an der frischen Luft verbringst, werdet ihr beide am Abend angenehm müde sein.
  • Trinke viel Wasser und esse vitaminreich, gönne dir Wechselduschen und tanze oder turne zuhause sooft du magst. So fühlst du dich frischer.
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Du hast noch Fragen zum Thema Schlafmangel ausgleichen?

Rufe jederzeit unsere erfahrenen Mamas von der Milupa Mama & Co Beratung an, sie haben noch mehr praktische Tipps für dich.