Baby isst Nudeln mit der Hand

Babys 1. Ernährungsplan

Der Beikostplan: So geht "gesund und leicht" beim Baby

Mutter füttert Baby auf Arm in der Küche

Eine ausgewogene Ernährung sieht bei Babys anders aus als bei Erwachsenen. Wir, die wir nicht mehr wachsen, sollten fettarm und ballaststoffreich essen, bei Babys hingegen ist es genau umgekehrt. Dein Baby braucht jetzt Nahrung mit einem altersgerechten Fett- und Ballaststoffgehalt, der speziell auf die jeweilige Entwicklungsstufe und die damit verbundenen Bedürfnisse angepasst ist. Lies hier, wie du dein Kind dabei unterstützt, alles Wichtige zu bekommen - und zwar mit Spaß!

Jetzt geht's los! Gesunde Beikost auf Baby-Art

Icon Baum

Wenn du mit der Beikost beginnst, geht es nicht nur darum, neue Geschmacksrichtungen und Konsistenzen mit deinem Kind auszuprobieren. Es geht vor allem darum, ihm beizubringen, gesundes Essen zu lieben. Die Lebensmittel, die dein Baby jetzt zu sich nimmt, prägen es fürs ganze Leben.

Was du über die verschiedenen Lebensmittelgruppen wissen solltest:

Stärkehaltige Lebensmittel: Brot, Getreide, Nudeln, Reis und Kartoffeln liefern viel Energie und unterstützen das Wachstum und die Entwicklung deines Babys im Beikostalter. Darum sind sie auch in Form von Kartoffeln gleich in der ersten Breimahlzeit enthalten und prägen am Ende des 1. Lebensjahres alle drei Hauptmahlzeiten am Tag.

Gemüse und Früchte: Sie enthalten jede Menge Vitamine und Mineralstoffe, die zur gesunden Entwicklung deines Babys beitragen, darum fängt mit Gemüse in Sachen Beikost auch alles an. Kaufe am besten Obst und Gemüse aus der Region, das gerade Saison hat. Es wurde reif geerntet und enthält besonders viele Nährstoffe. Zweimal täglich Obst bzw. Gemüse sollte dein Kind zum 1. Geburtstag hin essen. Warte mit schwerverdaulichem Gemüse wie Tomaten, Paprika, Hülsenfrüchten, Kohl und mit Blattsalat aber bitte bis zum 1. Geburtstag.

Milch: Milch liefert wertvolles Eiweiß, Calcium und B-Vitamine. Daher sollten Babys im zweiten Lebenshalbjahr noch mindestens zwei milchhaltige Mahlzeiten pro Tag zu sich nehmen: Stillen nach Bedarf oder Milch aus dem Fläschchen (z.B. Milupa Milumil 2 bzw. 3) zum Frühstück, dazu ein Milch-Getreide-Brei (z.B. Milupa Milchbrei) als Abendessen. Milupa Milumil Säuglingsanfangsnahrung, Folgemilch und Milchbreie tragen zu einer ausgewogenen Ernährung deines Kindes bei.

Fleisch, Fisch & mehr: Fleisch und Fisch enthalten viel Eiweiß. Fleisch liefert außerdem wichtiges Eisen sowie B-Vitamine. Experten für Kinderernährung empfehlen daher, dass ein Baby im Beikostalter 5-mal pro Woche Fleisch im Mittagessen bekommen sollte. Für eine optimale Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren, Jod und Vitamin D empfehlen sie zudem 1-2 Mal pro Woche fetten Meeresfisch wie Lachs im Mittagessen.

Fett- und zuckerhaltige Lebensmittel: Kuchen und Kekse sind stark fett- und zuckerhaltige Lebensmittel und enthalten kaum Vitamine und Mineralstoffe. Ab und zu ein babygerechter Keks als kleiner Genuss ist aber erlaubt.

Kein Salz in Babys Suppe

Uns Erwachsenen mit unserem weniger sensiblen Geschmackssinn kann es nicht würzig genug sein, doch Babys empfinden das anders. Füge niemals Salz zu Babys Essen. Die kleinen Nieren deines Babys entwickeln sich nämlich noch und zu viel Salz belastet sie stark. Babys sollten nicht mehr als 1 Gramm Salz pro Tag essen, das macht insgesamt nur ein sechstel der erlaubten Höchstgrenze bei Erwachsenen aus. Und diese Menge wird durch den natürlichen Salzgehalt der Nahrungsmittel gedeckt.

In jedem Alter brauchen Kinder die richtige Balance an Energie und Nährstoffen, um sich gesund zu entwickeln. Denke daran, dass Babys Bäuchlein rund zehn Mal kleiner ist als dein Magen und es daher besonders wichtig ist, jeden Löffel voll mit Nährstoffen zu packen. Das ist übrigens auch der Grund dafür, dass Babys mehrere kleine Portionen am Tag essen und in der Regel keine großen Mahlzeiten zu sich nehmen.

Du möchtest dich gerne genauer zur gesunden Ernährung deines Babys informieren? Mehr nützliche Tipps und Infos zur Beikost findest du in unserem 5-Schritte-Plan oder zum Geschmackstraining für dein Baby auch hier.

Vater füttert Baby mit Brei

Der Mix macht´s!

Wenn du Nahrungsmittel neu einführst, bleib erst mal "langweilig", denn dein Baby gewöhnt sich gerade erst an alles. Es findet die neue Konsistenz, unterschiedliche Geschmäcker, Gerüche oder auch die Farbe, das Aussehen, Teller und Löffel spannend genug. Für erfahrene Esser gilt: Abwechslung ist super! Mag dein Baby keine Pastinake, liebt es vielleicht Süßkartoffel und Artischocke. Fleisch-Hasser mögen zunächst Fisch lieber, Kartoffel-Verweigerer stehen oft auf Nudeln. Unser Tipp: Nahrungsmittel, die weniger gemocht werden, können wiederholt in anderen Kombinationen oder Zubereitungsarten angeboten werden. So wird auch weniger Geschätztes irgendwann gemocht.

Vom Frühstück bis zu den Hauptmahlzeiten ist es wichtig, eine Vielfalt an Lebensmitteln in den Ernährungsplan deines Babys zu integrieren. Jetzt entwickelt dein Baby seinen Geschmack – ab dem Alter von 2 Jahren sind seine Vorlieben erst mal fix und ändern sich nicht, bis es etwa 8 Jahre alt ist.

Denke daran, dass unterschiedliche Nahrungsmittel einen unterschiedlichen Nährstoffgehalt haben. Indem du sicherstellst, dass dein Baby viel Abwechslung im Ernährungsplan hat, unterstützt du eine gesunde und ausgewogene Ernährung.

Noch immer ein Milchmonster

Milch bleibt wichtig für die Ernährung deines Babys, denn sie liefert viele Vitamine, Mineralien, Fette und Proteine. Besonders zu Beginn der Beikosteinführung sollte Milch die Hauptnahrung deines Babys bleiben, mindestens jedoch bis zum 12. Lebensmonat. Das kann entweder durch das Stillen erfolgen oder mit dem Fläschchen zusätzlich gefüttert werden. Ab dem 1. Geburtstag sind dann 300ml Milch oder Milchprodukte pro Tag in Ordnung.

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