Lachendes Baby auf Mamas Arm kaut an Finger

Ab jetzt mit Biss: Die Zähnchen kommen

Wenn Babys zahnen: von Sabber, Quengeln und lauten Nächten

Wenn ein Baby von sechs, sieben Monaten viel weint, sabbert oder rote Flecken auf den Wangen zeigt, hören junge Eltern oft den Satz: "Ah, da kommen bald die Zähne." Das kann tatsächlich so sein oder auch ganz anders laufen. Denn während die ersten Beißerchen das eine Kind extrem belasten, erscheinen sie beim anderen quasi über Nacht. Warum das so ist und wie du deinem Baby das Zahnen erleichtern kannst, erfährst du hier.

Da spitzt doch was hervor? Von Schneide-, Eck- und Backenzähnen

Babymund mit ersten Milchzähnen Bildausschnitt

Die meisten Babys bekommen um den 6. Monat das erste Zähnchen, der letzte Backenzahn des Milchgebisses bricht irgendwann im 3. Lebensjahr durch. Wundere dich aber nicht, wenn dein Baby schon mit ein, zwei Zähnchen geboren wird oder an seinem ersten Geburtstag noch zahnlos lächelt. All das ist völlig normal. Erst wenn sich mit einem Jahr noch nicht einmal Anzeichen erster Milchzähne zeigen, solltest du deinen Kinderarzt/deine Kinderärztin um eine Untersuchung bitten. Wahrscheinlich hat dein Baby das späte Zahnen einfach geerbt, aber es ist auf jeden Fall besser, einmal nachzufragen und auf Nummer sicher zu gehen.

20 Zähne umfasst Babys Milchgebiss: oben und unten je vier Schneidezähne, zwei Eck- und vier Backenzähne. Üblicherweise spitzeln die unteren, vorderen Schneidezähne zuerst hervor.

Dein Baby zahnt wahrscheinlich, wenn ...

Wenn du mehrere der folgenden Beobachtungen machst, ist die erste weiße Spitze im Mündchen deines Babys vermutlich nicht mehr fern.

Dein Baby…

  • ist leicht reizbar, anhänglich und schreit nachts mehr als sonst.
  • hat einen erhöhten Speichelfluss.
  • beißt an seinen Fingern und an allem, was es in die Hand bekommen kann, denn dadurch versucht es den Schmerz zu lindern.
  • hat gerötete Bäckchen.
  • hat eine erhöhte Körpertemperatur (jedoch nicht mehr als 39 °C, denn das bedeutet Fieber!).
  • hat geschwollenes und gerötetes Zahnfleisch.
  • fordert öfter die Brust oder das Fläschchen.
  • kann umgekehrt auch weniger Appetit haben.
  • lehnt das Fläschchen ab, da das Zahnfleisch schmerzt.
  • neigt zu Durchfall.
  • kann dich beim Stillen aus Versehen beißen.
  • schläft nicht gut.
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Diese Anzeichen können, müssen aber nicht alle, auftreten. Jedes Baby ist anders und reagiert deshalb auch mit einer unterschiedlichen Kombination an Symptomen, wenn es zahnt. Während die Wurzeln der kleinen Zähnchen wachsen, drücken sich die Ecken der Zähne ins Zahnfleisch, das kann ziemlich fies weh tun. Doch nicht jedes Baby leidet gleich stark darunter und manchmal verursacht der erste Zahn Riesenschmerzen, die weiteren wachsen ganz ohne Qual.

Mutter mit Baby in Schlafzimmer auf Bett kaut an Hand

So hilfst du deinem zahnenden Baby

Die meisten Mamas würden die Schmerzen ihrer zahnenden Babys einfach wegzaubern, wenn sie es könnten. Da das nicht geht, hier ein paar Tipps, die schon vielen Milupa Mamas geholfen haben:

  • Gib deinem Baby viel Wasser zu trinken, um den Feuchtigkeitsverlust durch den erhöhten Speichelfluss auszugleichen.
  • Stille dein Baby nach Bedarf, auch wenn es dich aus Versehen mal gebissen hat. So etwas kommt sehr selten vor, bald hat dein Kleines Übung.
  • Reibe das Zahnfleisch deines Babys sanft mit einem speziellen Gel bzw. einer Salbe gegen die Schmerzen beim Zahnen ein. Achte aber darauf, dass das Produkt keinen Zucker enthält.
  • Gib deinem Baby einen Beißring zum Kauen. Besonders effektiv sind diejenigen, die man im Kühlschrank kühlen kann.
  • Trage eine Schutzcreme auf das Kinn deines Babys auf, z.B. mit Zink oder Calendula. So beugst du wunden Stellen durch erhöhten Speichelfluss vor.
  • Kuscheln ist immer noch die beste Medizin! Gib deinem Schatz deshalb viel Liebe und lenke ihn mit einem Spielzeug ab.
  • Gib deinem Kind nur dann Schmerzmittel, wenn dein Kinderarzt/deine Kinderärztin es empfohlen hat.     

Vor einer Art, Zahnungsschmerzen zu vertreiben, warnen Kinder- und Jugendmediziner übrigens ausdrücklich: Vor Bernsteinketten um Babys Hals. Zwar schwören viele auf die Spannungen lösende Wirkung des Bernsteins. Doch erstens gibt es hierfür keine wissenschaftlichen Belege, zweitens reißen solche Ketten leicht und dein Baby könnte an einer Perle ersticken.

Putzig! Zahnpflege von Anfang an

Kaum sind die Beißer da, wollen sie auch schon gepflegt werden. So beugst du Karies und Zahnschmerzen vor und gewöhnst dein Baby an das wichtige Ritual des Zähneputzens. Hebammen empfehlen, schon vor dem Durchbruch des ersten Zähnchens ab und zu Babys Kauleiste mit einem feuchten Waschlappen oder Moltontuch sanft abzureiben.

Ab dem ersten Zahn sollte das Putzen mit feuchtem Tuch, Fingerling oder Wattestäbchen dann selbstverständlich sein, denn auch Muttermilch und Fläschchennahrung enthalten natürliche Zucker, die den Zahnschmelz angreifen. Ab dem siebten Monat kannst du die Zähnchen zudem richtig, also mit Zahnbürste und einer speziellen Kinderzahncreme, putzen – ein- bis zweimal täglich, auf jeden Fall abends vor dem Schlafengehen.

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Du willst mehr übers Zahnen und die Zahnpflege der Beißerchen erfahren?

Mehr Tipps und Tricks zur Zahnpflege von Anfang an verraten dir auch gern unsere Beraterinnen von Milupa Mama & Co. Ruf einfach mal an und freu dich auf den Austausch von Mama zu Mama.