Baby mit Windel auf Arm Bildausschnitt

Da drückt was! Verstopfung im Babyalter

Verstopfung beim Baby: Was tun wenn es zwickt und zwackt?

Wie vieles andere auch, muss sich bei deinem Baby auch die Verdauung erst noch entwickeln und einspielen. Da ist es auch ganz normal, wenn das Kleine nur alle paar Tage ein großes Geschäft in die Windel macht. Gerade bei gestillten Kindern ist das nicht ungewöhnlich. Erfahre mehr über Babys Bäuchlein und wie du zwischen einer normalen Verdauung und einer behandlungsbedürftigen Verstopfung unterscheidest.

Baby Windelpo Füßchen Bildausschnitt

Was ist normal?

Wenn du dein Baby erst gestillt hast und jetzt neu mit dem Fläschchen ernährst, wird die Windel vermutlich zunächst weniger häufig gefüllt sein, als zu der Zeit, in der es nur Muttermilch bekam. Das ist völlig normal. Ganz allgemein nimmt die Häufigkeit des Stuhlgangs mit zunehmendem Alter ab. Und auch dessen Farbe und Beschaffenheit verändern sich – je nachdem was du bzw. dein Baby isst. Es gilt: Solange dein Baby munter ist, Appetit hat und gedeiht, liegt das alles im gesunden Bereich.

Mutter tröstet Baby auf Arm

Dabei ist es auch völlig normal, dass manche Kinder ihr Bäuchlein 12 Mal pro Tag entleeren, andere jedoch nur 3 mal pro Woche. Es gibt jedoch ein paar Symptome, an denen du erkennen kannst, dass dein Baby eine Verstopfung haben könnte.

Setzt dein Baby unregelmäßig Stuhl ab oder hat zu harten Stuhlgang, weist das auf eine Verstopfung hin. Das ist nicht immer leicht zu erkennen, da nicht jedes Baby einmal oder mehrmals am Tag Stuhlgang hat. Ungewöhnlich langes Ausbleiben des Stuhlgangs, über mehrere Tage, verbunden mit Schreien aufgrund von Bauchschmerzen, ist aber ein deutliches Zeichen einer Verstopfung. Oft findest du dann in der Windel sogenannte Kalkseifenstühle, vergleichbar mit Hasenkötteln, die besonders trocken und krümelig sind und die Ursache von Babys Beschwerden sind. Auch Appetitlosigkeit kann ein Symptom von Verstopfung bei deinem Baby sein. Solltest du diese Anzeichen bei deinem Baby feststellen, gehe bitte zu eurem Kinderarzt oder eurer Kinderärztin.

Ursachensuche: Meistens alles harmlos

Eine Verstopfung entsteht dann, wenn der Stuhl sich zu langsam durch Babys Darm bewegt, wenn der Darm zu viel Wasser aus der Nahrung aufnimmt oder wenn die nötige Wassermenge nicht vom Körper mitgeliefert wird. Dadurch werden die Speisereste hart, dicht und sammeln sich. Um den After herum kann die zarte Babyhaut auch einreißen, daher das Blut in der Windel.

Nur selten steckt eine Milchunverträglichkeit oder eine Erkrankung hinter Babys Verstopfung. Wenn dein Baby gut zunimmt, Appetit zeigt und munter wirkt, ist eine der folgenden Verstopfungs-Ursachen wahrscheinlicher:

  • Die Verdauung ist noch nicht vollständig entwickelt.
  • Du hast die Ernährung umgestellt, z. B. von Muttermilch zu Säuglingsnahrung gewechselt. Auch bei der Einführung von Beikost kommt es oft vorübergehend zu Verstopfung.
  • Ihr hattet Stress: eine Reise, die ersten Tage in der Krippe etc.
  • Dein Baby musste Medikamente nehmen, z. B. Antibiotika
  • Dein großes Baby, das schon Beikost bekommt, hat zu wenig getrunken bzw. mit der Nahrung zu wenig Ballaststoffe zu sich genommen.

Baby auf Wickeltisch Windel Bildausschnitt

Das hilft Babys Bäuchlein

Du kannst zum Glück einiges tun, um die Verstopfung zum Abklingen zu bringen:

  • Stille dein Baby sooft es mag. Muttermilch enthält Ballaststoffe, die Babys Verdauung fördern. Darum leiden voll gestillte Babys auch seltener an Verstopfung.
  • Wenn dein Baby schon feste Nahrung bekommt: Achte auf eine altersgerechte Zufuhr von unlöslichen Ballaststoffen. Die Ballaststoffe gelangen unverdaut in den Dickdarm, binden dort Wasser, quellen auf und erleichtern so den Stuhlgang. Sie sind z.B. in Vollkornprodukten, Blumenkohl und Karotten enthalten.
  • Versorge dein Baby mit ausreichend Flüssigkeit, auch Wasser oder Tee. Flüssigkeit unterstützt die Verdauung, hält den Stuhl feucht und erleichtert so die Ausscheidung. Wenn du bereits mit der Beikost angefangen hast, versuch es mit Apfel-, Birnen- oder Pflaumensaft. Diese enthalten viel Sorbitol und regen damit die Verdauung an.
  • Auch Bewegung regt Babys Verdauung an. Bewege beim Wickeln Babys Beinchen so, als wolle es ein Fahrrad fahren.
  • Eine behutsame Babymassage im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel herum kann Schmerzen lindern und die Verdauung anregen.
Icon Fahne mit Schmetterling

Achtung: Bei diesen Symptomen ab zum Arzt!

Obwohl Verstopfungen meistens harmlos sind, gibt es einige Fälle, in denen sie ein Warnsignal für eine Erkrankung sein können. In der Regel wird die Verstopfung dann von folgenden Symptomen begleitet:

  • Erbrechen
  • Reizbarkeit
  • Appetitmangel
  • Fieber

Auch wenn dein Baby nicht zunimmt oder allgemein kränklich wirkt, sind das Hinweise darauf, dass etwas nicht stimmt. In diesen Fällen bist du beim Kinderarzt/der Kinderärztin am besten aufgehoben.

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Du bist dir nicht sicher, ob dein Baby eine Verstopfung hat?

Bei allen Fragen rund um Stuhlgang und Verstopfung sind wir von Milupa Mama & Co für dich da!